Ein Anruf bei der Nightline statt Jodel

veröffentlicht am 25.02.2017

„Jodel ist eine mobile Social-Media-Applikation für Studenten. Die App ermöglicht ihren Nutzern, anonymisiert Beiträge (Jodel) zu veröffentlichen, die in einem Radius von 10 Kilometern für andere Nutzer sichtbar sind. (…) Jeder Beitrag kann anschließend von anderen Nutzern in der Nähe positiv und negativ bewertet sowie kommentiert werden.“ Soweit die Definition nach Wikipedia. Aber wem muss ich das denn heute noch erklären?

Jetzt zum eigentlichen Thema: Kennt ihr das, wenn ihr ein Problem einfach mal loswerden wollt? Wenn ihr das Bedürfnis habt, euch einfach mal alles von der Seele reden zu müssen?

Auf den ersten Blick scheint die Jodel-Anonymität dafür wie gemacht. In manchen Fällen hilft sie jedoch nicht weiter sondern sorgt nur noch für mehr Verwirrung oder gar Frustration. Vor allem wenn der Jodel mit Ratschlägen kommentiert wird, die gar nicht gewünscht sind. Auch wenn viele auf Jodel nach Rat suchen und auch gezielt nach Ratschlägen fragen, möchten andere vielleicht einfach nur etwas loswerden oder auch nur eine Situation schildern, weil sie diese lustig fanden. Oft ist es viel hilfreicher selbst seine Gedanken darüber kreisen zu lassen, was jetzt im Moment das Beste für einen ist. Bei der Nightline gilt die Devise: Der Anrufer ist der Experte seines eigenen Problems. Also hören wir zu ohne zu kommentieren oder Ratschläge zu erteilen.

Deshalb: Wenn ihr das nächste Mal ein Problem loswerden wollt und nicht wisst wohin damit: Ruft uns an oder schreibt uns. (Okay zugegeben, das war jetzt vielleicht doch ein Ratschlag ;))

Und das Beste kommt erst noch: Bei uns müsst ihr euch nicht vor der Downvote-Mafia fürchten.


An even greater birthday party!

veröffentlicht am 11.05.2015

Foto Nightline Geburtstag 2014

How time flies by! It’s already been four years now that Nightline Konstanz exists. Throughout the years, Nightline has grown up and extended its service continually. In December 2013, we went online and thus opened up an opportunity for telling us sorrows anywhere and anytime.

For this year’s birthday, as you might have guessed from this text already, we will make this service available in English, too. This way, we hope that truly every student feels that he or she can contact us – no matter what the issue is, no matter where he or she comes from. This is especially an open invitation to all international (exchange) students! Many of us know only too well how eerie it feels to arrive in a foreign country, often paired with homesickness, with confusion or anxiety. We will not belittle these feelings. We listen.

Even though we are no native speakers (at least none of us is at the moment), we feel confident that English will serve all of us well as a common language. On top of that we expect a visitor from Nightline’s ‚home country‘ (the UK) who will provide us with tips and tricks about the English version of Nightline’s special communication style.

So this year, we are thrilled to celebrate our birthday with a special invitation to all international students. From Monday, 10th of May, until Wednesday, 13th of May, we are present in the Uni Foyer with a stand to share our joy with you – as well as muffins and the best wishes for a happy day.

See you there!


Wenn Nightliner in den Seilen hängen

veröffentlicht am 04.05.2015

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Als Nightliner werden wir auf der Schulung für so manche trickreiche Situation vorbereitet. Wenn wir allerdings einen gefährlichen Schoko-Fluss überqueren müssen, während eine Hälfte von uns mit verbundenen Augen im Dunkeln tappt und dem Rest der Mund verboten worden ist, kommen auch wir schon mal an unsere Grenzen – und zwar nicht nur, weil einige von uns bekanntlich gerne reden.

Schoko-Fluss? Verbundene Augen? Zum Start des Sommersemesters veranstalten wir als Nightline Konstanz unseren Vereinstag, der bis ins letzte Detail geglückt ist. Denn unser Schulungsteam hat sich wieder etwas Besonderes für das Vereinsleben abseits des Dienstraums überlegt: Geködert wurden wir mit der Aussicht auf ein abendliches Grillen mit Seeblick. Geblieben sind wir allerdings für einen Nachmittag voller Spiel, Spaß und Albernheit.

„Eure Aufgabe ist es, die Spielkarten aufsteigend zu sortieren. Es darf immer nur eine Karte bewegt werden. Die Person bekommt dabei die Augen verbunden. Ihr dürft den Boden innerhalb dieses Kreises nicht berühren.“ Mit diesen Worten stellt uns der Spielleiter von uniVenture vor eine der wohl schwierigsten Herausforderungen unseres Lebens. Sofort werden die ersten Pläne geschmiedet, belächelt, verworfen und weitere ausgeklügelt. „Ihr habt sechzig Minuten Zeit.“ Kaum eine halbe Stunde später schwenken wir den ersten Nightliner mit vereinten Kräften über den imaginären Säure-See und sind etwas verdutzt, dass unser Plan tatsächlich aufzugehen scheint.

Auch beim nächsten Spiel ist jeder darauf angewiesen, sich auf den Halt des jeweils anderen verlassen zu können. Schließlich stehen wir alle ein wenig wacklig auf dünnen Seilen, welche zwischen einzelnen Bäumen gespannt sind. Wer fällt, bekommt eine Augenbinde, welche die restliche Strecke bis zum Ziel noch weiter erschwert. Und dennoch müssen wir das Ende des Parcours irgendwie als Team erreichen.

Besonders viel lernen wir aus der Reflexions-Runde nach jedem Spiel. Hier hinterfragen wir kritisch unsere Rolle im Team. Wie konnte es passieren, dass beim Balance-Spiel eine Gruppe beinahe das Ende erreicht hat, während andere am Anfang zurückgelassen wurden? Nehmen wir manchmal zu vorschnell das Ruder in die Hand und übergehen dabei die wertvollen Ideen der anderen? Finden wir diese Muster vielleicht auch in unserer Vereinsarbeit wieder?

Nach diesen körperlichen Anstrengungen und dem Gedankenfutter knurrt uns gehörig der Magen. Ein solcher Tag verdient es wirklich, mit einem saftigen Steak, Grillkäse und einem kühlen Bier heruntergespült zu werden. Zum Nachtisch gibt es neben gebratenen Marshmallows und Schoko-Bananen jede Menge Wärme und Freude über unser erneutes Zusammentreffen.


Die Nightline feiert Weihnachten

veröffentlicht am 23.12.2014

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Es weihnachtet sehr – auch ohne Schnee und Kälte. Die Konstanzer Innenstadt ist geschmückt mit Tannen und Lichtern, erfüllt von Glühweinduft, und die Kaufhäuser sind überfüllt mit Schweizern. Besinnlichkeit finden viele nicht mehr, wo Zwischenprüfungen auf hastig erledigte Geschenkeinkäufe treffen. Wie gut tut es da, einen Abend lang zur Ruhe zu kommen und mit netten Menschen einfach nur gemütlich zusammen zu sitzen! Deshalb muss eigentlich in jedem Verein eine Weihnachtsfeier her. Genau das haben wir uns bei der Nightline auch gegönnt. Denn unabhängig davon, dass uns alle eine wichtige Aufgabe zusammengebracht hat, sind wir doch ein Verein, in dem man auch gern außerhalb der Zeiten am Telefon zusammen einen schönen Abend verbringt.

Bei der Nighltine wird während der Weihnachtsfeier natürlich nicht nur zugehört, sondern selbst viel geredet und gelacht, Glühwein getrunken und Schrott-Geschenke gewichtelt. Das Zuhören hat sich an diesem Abend für uns auf ein paar einstimmende Klavierstücke beschränkt – damit auch alle Nightliner dabei sein konnten, haben wir unsere Feier auf einen der Abende gelegt, an denen wir leider (noch) nicht erreichbar sind.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, denn kein Nightliner wollte es sich entgehen lassen, etwas zum Buffet beizusteuern. Deshalb gab es nicht einfach nur Chili – in allen erdenklichen Variationen, damit auch an jede Unverträglichkeit gedacht ist – sondern auch ausgefallene Salate und natürlich Nachtisch, Nachtisch, Nachtisch.

Gut-Mensch-Sein und Buffet-Spenden beiseite: Beim Schrottwichteln kamen ganz andere Seiten eines manchen Nightliners zum Vorschein – oder zumindest der Verwandtschaft, die wohl davor für derartige Geschenke verantwortlich war. Räuchermännchen und Deko-Engel, Ü-Ei-Figuren und Duftkerzen gehörten eindeutig in die Kategorie „Was man von Oma mit einem viel zu breiten Lächeln annehmen musste“. Der inoffizielle Preis für das kreativste Wichtelgeschenk ging definitiv an die Gurke mit 3D-Brille. Im Endeffekt aber kam dann doch die prosoziale Natur unseres Vereins zum Vorschein, in welchem man versucht, das Beste aus unpassenden Geschenken zu machen: Auf der verzweifelten Suche nach jemandem mit dem passenden Kaffeevollautomaten wurden im Nachhinein noch Kaffeepads weitergereicht. Die Deko-Engel allerdings warten immer noch auf einen Abnehmer. Ansonsten werden wir sie wohl nächstes Weihnachten wiedersehen.

Denn die Weihnachtsfeier der Nightline gibt es alle Jahre wieder. Bei so viel positivem Feedback und der hohen Akzeptanz unseres Angebots machen alle, die können, gerne weiter und jedes Jahr begrüßen wir neue, engagierte Mitglieder.

Momentan machen auch wir eine kleine Pause über das neue Jahr und sind dann ab 07. Januar wieder für euch da. In diesem Sinne wünschen wir euch frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr!


Für Studierende

veröffentlicht am 25.01.2014

Wieso gerade für Studierende?

Die Idee der Nightline ist, dass sich Ratsuchende und Nightliner auf Augenhöhe begegnen – von Studierendem zu Studierendem. So hoffen wir die Hemmschwelle möglichst niedrig zu halten, sich auch mit kleinen Problemen jemandem anzuvertrauen. Vielen fällt es leichter, mit einem Gleichgesinnten zu reden, als mit einem professionellen Berater. Außerdem können wir uns als Studierende auch leichter in die Situation anderer Studierender hinein versetzen – viele Probleme kennen wir aus unserem eigenen Alltag. Und mit praktischen Auskünften zum Uni-/FH-Betrieb können wir bei Bedarf auch aushelfen.

Brauchen Studierende eher einen Zuhörer als andere?

Studierende brauchen ein Zuhör-Angebot genauso sehr wie alle anderen Bevölkerungsgruppen. Gerade deshalb macht es Sinn, dass man sich mit seinen Problemen immer an die Stelle wenden kann, bei der man sich am besten verstanden fühlt. Bei der Nightline finden Studierende bei anderen Studierenden ein offenes Ohr – das heißt vor allem bei Menschen, die ihre Lebenssituation kennen. Die Nightline möchte vor allem für die kleinen und großen alltäglichen Sorgen von Studierenden da sein.

Und was passiert, wenn jemand anruft oder schreibt, der kein Studierender ist?

Auch dann legen wir natürlich nicht auf oder lassen die Mail unbeantwortet. Von vielen, die sich an uns wenden, wissen wir auch nicht, was genau sie tun – schließlich gilt bei uns der Grundsatz der Anonymität. Deshalb nehmen wir jeden Anruf und jede Mail an – aus Respekt vor demjenigen, der sich vertrauensvoll an uns gewendet hat. Eine wirklich optimale Anlaufstelle sind wir aber nur für Studierende. Deshalb werben wir nur an der Uni und der HTWG für unser Angebot.


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