Von Studierenden

veröffentlicht am 27.12.2013

Wer sitzt da eigentlich am Telefon bei der Nightline?

Es sind genauso Studentinnen und Studenten wie die Anrufer. Wir sind Studierende verschiedener Fachrichtungen, aus allen Semestern, von der Uni und der HTWG. Damit sind wir genauso bunt und vielfältig zusammengesetzt wie die Studentenbevölkerung in Konstanz. Und vielleicht genauso unterschiedlich wie unsere Lebensläufe sind die Gründe weshalb wir uns in der Nightline engagieren. Gemeinsam habe wir aber alle eines: Ein offenes Ohr haben wollen für andere Studierende.

Was unterscheidet die Nightliner von anderen Sorgentelefonen?

Am anderen Ende der Leitung sitzt jemand, der selbst in einer ähnlichen Lebenssituation ist wie derjenige der anruft. Deshalb wollen wir auch überhaupt keine Anweisungen oder Ratschläge geben. Dafür können wir aber umso besser nachvollziehen und mitfühlen, wie sich der Anrufende fühlt. Bei der Nightline anrufen heißt einfach: auf Augenhöhe mit jemandem reden, der gerade in einer ähnlichen Lebensphase steckt. Jemand, der deine Gedanken und Gefühle vorurteilsfrei anhört und dich ernst nimmt.

Kann man als Studierender überhaupt so einen Telefondienst bewältigen?

Es gibt nur einen Unterschied zwischen dem Nightliner und einem Kommilitonen: Wir alle haben eine oder mehrere psychologische Schulungen besucht. dort haben wir gelernt, aktiv zuzuhören und dabei auch zu erkennen, wo unsere eigenen Grenzen liegen. Meistens aber kommen wir nicht an unsere Grenzen, sondern erleben die Gespräche als bereichernd. Einem anderen Studierenden zu helfen, indem man ihm oder ihr einfach zuhört, macht einfach Freude.

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