Für Studierende

veröffentlicht am 25.01.2014

Wieso gerade für Studierende?

Die Idee der Nightline ist, dass sich Ratsuchende und Nightliner auf Augenhöhe begegnen – von Studierendem zu Studierendem. So hoffen wir die Hemmschwelle möglichst niedrig zu halten, sich auch mit kleinen Problemen jemandem anzuvertrauen. Vielen fällt es leichter, mit einem Gleichgesinnten zu reden, als mit einem professionellen Berater. Außerdem können wir uns als Studierende auch leichter in die Situation anderer Studierender hinein versetzen – viele Probleme kennen wir aus unserem eigenen Alltag. Und mit praktischen Auskünften zum Uni-/FH-Betrieb können wir bei Bedarf auch aushelfen.

Brauchen Studierende eher einen Zuhörer als andere?

Studierende brauchen ein Zuhör-Angebot genauso sehr wie alle anderen Bevölkerungsgruppen. Gerade deshalb macht es Sinn, dass man sich mit seinen Problemen immer an die Stelle wenden kann, bei der man sich am besten verstanden fühlt. Bei der Nightline finden Studierende bei anderen Studierenden ein offenes Ohr – das heißt vor allem bei Menschen, die ihre Lebenssituation kennen. Die Nightline möchte vor allem für die kleinen und großen alltäglichen Sorgen von Studierenden da sein.

Und was passiert, wenn jemand anruft oder schreibt, der kein Studierender ist?

Auch dann legen wir natürlich nicht auf oder lassen die Mail unbeantwortet. Von vielen, die sich an uns wenden, wissen wir auch nicht, was genau sie tun – schließlich gilt bei uns der Grundsatz der Anonymität. Deshalb nehmen wir jeden Anruf und jede Mail an – aus Respekt vor demjenigen, der sich vertrauensvoll an uns gewendet hat. Eine wirklich optimale Anlaufstelle sind wir aber nur für Studierende. Deshalb werben wir nur an der Uni und der HTWG für unser Angebot.


Von Studierenden

veröffentlicht am 27.12.2013

Wer sitzt da eigentlich am Telefon bei der Nightline?

Es sind genauso Studentinnen und Studenten wie die Anrufer. Wir sind Studierende verschiedener Fachrichtungen, aus allen Semestern, von der Uni und der HTWG. Damit sind wir genauso bunt und vielfältig zusammengesetzt wie die Studentenbevölkerung in Konstanz. Und vielleicht genauso unterschiedlich wie unsere Lebensläufe sind die Gründe weshalb wir uns in der Nightline engagieren. Gemeinsam habe wir aber alle eines: Ein offenes Ohr haben wollen für andere Studierende.

Was unterscheidet die Nightliner von anderen Sorgentelefonen?

Am anderen Ende der Leitung sitzt jemand, der selbst in einer ähnlichen Lebenssituation ist wie derjenige der anruft. Deshalb wollen wir auch überhaupt keine Anweisungen oder Ratschläge geben. Dafür können wir aber umso besser nachvollziehen und mitfühlen, wie sich der Anrufende fühlt. Bei der Nightline anrufen heißt einfach: auf Augenhöhe mit jemandem reden, der gerade in einer ähnlichen Lebensphase steckt. Jemand, der deine Gedanken und Gefühle vorurteilsfrei anhört und dich ernst nimmt.

Kann man als Studierender überhaupt so einen Telefondienst bewältigen?

Es gibt nur einen Unterschied zwischen dem Nightliner und einem Kommilitonen: Wir alle haben eine oder mehrere psychologische Schulungen besucht. dort haben wir gelernt, aktiv zuzuhören und dabei auch zu erkennen, wo unsere eigenen Grenzen liegen. Meistens aber kommen wir nicht an unsere Grenzen, sondern erleben die Gespräche als bereichernd. Einem anderen Studierenden zu helfen, indem man ihm oder ihr einfach zuhört, macht einfach Freude.


Vertraulich

veröffentlicht am 10.08.2013

Wenn wir einem anderen Menschen Einblick in unsere Gefühle und Gedanken geben, dann ist eines ganz entscheidend: Vertrauen. Auch wenn nicht jeder, der bei der Nightline anruft unbedingt viel von sich preisgeben will, wollen wir doch jedem die Möglichkeit dazu bieten, offen sprechen zu können. Deshalb versuchen wir alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, Vertrauen auf beiden Seiten herzustellen. Dazu gehört, wie die Wortverwandtschaft schon zeigt, vor allem Vertraulichkeit.

Was bedeutet Vertraulichkeit am Telefon?

Für uns heißt ein Gespräch vertraulich behandeln, dass seine Inhalte unter den beiden Gesprächspartnern bleiben. Zum einen gewährleisten wir das durch die Anonymität auf beiden Seiten. Zum anderen sprechen wir nur dann untereinander oder in der Supervision über die Telefonate, wenn es notwendig ist, z.B. dann wenn auch wir merken, dass uns das Gespräch so belastet hat, das in diesem Moment der Gesprächsbedarf auf unserer Seite liegt. Selbst in diesen Gesprächen aber bleibt der Anrufer, um den es geht, in jedem Falle anonym.

Wie geht das: einem Fremden am Telefon vertrauen?

Vertrauen ist etwas sehr persönliches und gegenseitiges. Uns ist bewusst, dass es nicht immer entstehen kann oder muss. Aber wir versuchen jedem Anrufer die Zeit zu geben, es zu finden, wenn er möchte. Deshalb versuchen wir auch, trotz Anonymität, als Person authentisch zu sein. Am anderen Ende des Telefons sitzt immer auch ein Mensch. Jeder dieser Nightliner wird jedem Anrufer mit Vertrauen entgegentreten. Wir freuen und natürlich darüber, wenn wir merken, dass uns die Anrufer ebenfalls mit Vertrauen begegnen. So kann man im gemeinsamen Gespräch oft noch mehr erreichen.

 


Anonym

veröffentlicht am 09.07.2013

 

Anonymität ist einer der Grundsätze der Nightline Konstanz: Wer jeweils am anderen Ende der Telefonleitung sitzt, weiß keiner der beiden Gesprächspartner. Die aktiv telefonierenden Mitglieder der Nightline kennen sich untereinander und tauschen sich aus, aber sie geben ihre Tätigkeit nicht öffentlich bekannt.

 

Warum?

Weil wir Vertraulichkeit garantieren wollen.

Weil wir vorurteils- und wertungsfrei jedem einzelnen Anrufer als Individuum begegnen wollen.

Weil wir wissen, dass man sich mit manchen Problemen nicht gleich an irgendjemanden „persönlich“ wenden will, aber auch, dass gerade deshalb bei solchen Problemen oft Gesprächsbedarf besteht.

 

Wie?

Alle Anrufe gehen mit unterdrückter Nummer auf den Telefonen der Nightline ein. Wir fragen nicht nach Namen oder Beschreibungen, denn darum geht es uns nicht. Wer bei uns anruft soll und darf über genau das sprechen, was ihn/sie im Moment bewegt. Wir hören zu.

Die aktiv telefonierenden Nightliner wiederum verpflichten sich, ihr Engagement nicht allgemein bekannt zu machen. Zwar gibt es einige, die der Nightline ein Gesicht in der Öffentlichkeit geben, jedoch unterstützen diese die Nightline nur noch außerhalb des Telefondienstes oder es handelt sich um ehemalige Vereinsmitglieder.


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