Warum uns Zuhören wichtig ist

veröffentlicht am 26.05.2013

Hast du dich auch schon einmal dabei erwischt, leise vor dich hinzumurmeln, wenn du gerade dabei warst, ein Problem zu lösen? Ja? Dann geht es dir genauso wie den meisten Menschen.

Meistens wissen wir schon alles, was wir brauchen, um eine Blockade zu überwinden. Aber dieses Wissen will zuerst geordnet und dann verknüpft werden. Dabei reicht es manchmal nicht mehr, wenn wir alleine vor dem Wirrwarr verschiedener Gedanken, Gefühle und Erinnerungen stehen. Es braucht aber auch nicht viel, um das Chaos zu ordnen. Ein offenes Ohr, ein empathischer Zuhörer und die richtigen Fragen, die uns dazu bringen, auf uns selbst zu hören, sind meistens alles, was es an Unterstützung braucht.

Leider aber gibt es nicht immer und nicht jederzeit einen solchen Zuhörer. Manche Probleme möchte man auch nicht mit Bekannten, Freunden oder Familie besprechen. Genau hier sehen wir unsere Aufgabe als Nightline: Wir hören zu. Anonym, vertraulich und vorurteilsfrei. Gerade nachts, zwischen 21 und 1 Uhr, wenn viele andere nicht mehr erreichbar sind, sind wir für euch da.

Wir bieten jedem Anrufer die Möglichkeit, auszusprechen was sich sonst als endlose Gedankenschleife oder ungutes Gefühl festsetzen würde. Dabei sind die aktiven Nightliner am anderen Ende des Telephons meistens still, um den Anrufern Zeit und Raum zu geben, alles loszuwerden, was an anderer Stelle unausgesprochen blieb. So finden die meisten Anrufer selbst neue Perspektiven, Ideen und oft auch Lösungen. Noch wichtiger aber ist, dass wir in jedem Fall das gute Gefühl weiter geben können, dass es immer jemanden gibt, der deine Sorgen, Ängste und Probleme ernst nimmt und sie anhört.

Einfach nur Zuhören – das ist das schlichte Prinzip der Nightline. Und es funktioniert, weil jeder Mensch sich selbst und seine Bedürfnisse am besten kennt. Wir bieten nur den Rahmen dafür, sich dessen wieder bewusst zu werden.


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